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Intermarriage, Holocaust remembrance and the victory over Hitler

Intro:
Yesterday I posted the Ynet-article about the extremist group „Lehava“ who currently runs „Jewish Girls – Don´t date Non-Jews“-campaigns in Israel.
Interestingly, many decent people told me in private that those issues should be silenced because I would do bad PR for Israel in these harsh times. The thing is just that as most Jews in the post-holocaust era, I have a good nose for Antisemitism, but additionally, as a German Jew I smell Nazism like a police dog smells particles of drugs.
And Nazism doesn´t start in the entrance door of Auschwitz, Nazism starts when someone like Hitler writes in 1923 about his anger of seeing blong German girls date Jewish men. It may be news to some people, but yes, „getting drunk“ and „being drunk“ are interrelated.
In the comments beneath the article some readers defended it by saying: Yes, this is important, because intermarriage is a silent holocaust. I am serious, that is what they said.
I once wrote a text about this, which I took back later due to bad timing, but I think here is the right place to publish it. But before I wanna put out one thing, to make clear that I am not like those people who made the „ad“:

Everyone is free to choose his/her partner according to preferred criteria, and if observant religion is your top priority, you might wanna look for a similar partner, that´s fine, or as we say: Find out what interests you and be as good as you can. But this is a highly confidential and personal decision. But if people make anti-Arab campaigns compareable to “Kauft nicht bei Juden”, it is a declaration of war against everything which is good about the Judaism I grew up with. READ MORE

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The country that never learns from history?

I visited Poland recently, the country my parents had to leave in 1968, because they were Jewish. Working on a radio documentary on our parents Polish-Jewish history, in search of our roots, me and my cousin went to Warsaw and Wroclaw, interviewing both scientists/historians and others about the antisemitic campaign during 1968, launched by the Communist Party. I discovered these dolls, depicting Jews, holding gold coins in their hands. It seems like the echo of antisemitism is still alive Poland… With a sad, creepy feeling in my body, I thought, what would these men selling “greedy Jews” on the streets of Poland think if they went to Israel and found that one of the most common souvenirs was “Polish greedy men” with golden coins in their hands? Aren’t people thinking at all? It’s 2012. Over 60 years since the Holocaust and over 30 years since around 20-30 000 Jews were forced to leave their homeland in Europe. In my heart, I feel Jewish… And also want to feel Polish. But some part of me is still waiting for that country to erase that last echo of antisemitism, for me to feel that Polish as I wish. When will Poland make me proud and throw away these horrible dolls? Hope we don’t have to wait 30 more years.

 

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Die neuen Juden

Wir fahren mit der Straßenbahn. Wir sitzen auch ab und zu im Kaffeehaus. Wenn man richtig hinschaut (und zuhört…), kann man uns sogar beim Wiener Schnitzel naschen erwischen. Beinahe echte Wiener sind wir schon geworden. Und neuerdings, man trifft uns sogar in der Synagoge. Jawohl, meine Damen und Herren: Die Wiener-Israelis haben das Judentum wieder entdeckt! Aber bevor wir einen feierlichen Kigel backen und die Gläser erheben, müssen wir noch einiges gestehen, ja uns sogar entschuldigen.

 

 

 

 

 

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Shavua Tov :-)

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Koschere Betriebswirtschaft in Wien

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Im noblen 19. Bezirk, im friedlich-beschaulichen Wien-Döbling, liegt eines der schönen barocken Winterschlösschen von Kaiserin Maria Theresia. Doch statt Touristen sieht man in dem gepflegten Schlossgarten nur Studenten, denn hier befindet sich heute der Campus der Lauder Business School.

Gegründet 2003 von Ronald S. Lauder, dem ehemaligen US-Botschafter und Präsidenten des World Jewish Congress, werden hier junge jüdische und nichtjüdische Studenten aus aller Welt zu Führungskräften ausgebildet. Das Seminarprogramm der Fachhochschule richtet sich nach den jüdischen Feiertagen, und jüdische Studenten haben die Möglichkeit, im Rahmen eines Stipendiums auf dem Campus zu wohnen und in der koscheren Mensa zu essen, wenn sie das außerakademische JLP (Jewish Learning Program) besuchen und Hebräisch als Fremdsprache wählen.

Die beiden akademischen Säulen der Lauder Business School sind der Bachelor-Studiengang Intercultural Business Administration (BA), der sich über sechs, und der Master-Studiengang Intercultural Management & Leadership (MA), der sich über vier Semester erstreckt.

Interkulturell Die Studienschwerpunkte sind nach Aussage der Hochschule interkulturelle Kompetenz, Forschung und Personalführung. Gemäß dem Goethe-Zitat »Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel« erhalten die Studenten sowohl einen aktiven Einblick in die jüdische Lebenswelt als auch einen akademischen Einblick in die interkulturellen Aspekte von Lebens- und Unternehmensführung.

Jeder Schabbat, sowie alle Feiertage, die innerhalb des akademischen Kalenders liegen, werden auf dem Campus gemeinsam begangen. Das Wohnheim verfügt über Ein- und Mehrbettzimmer mit gemeinschaftlicher Küche sowie Wasch-, Party- und Fitnessräumen. Wer ein Stipendium beantragen möchte, kann auf der Website der Business School weitere Enzelheiten erfahren.

Da der Unterricht in relativ kleinen Klassen von 20 bis 25 Studenten erfolgt, verspricht die Hochschule ein enges Verhältnis zwischen Professoren und Studenten – gerade im Hinblick auf individuelles Karriere-Coaching. Nach dem Studienabschluss dürfte den Absolventen also die Welt offenstehen. Die ersten Absolventen der noch relativ jungen University of Applied Sciences arbeiten heute zum Beispiel bei Apple, Google, JP Morgan, Exxon Mobile, Bank Austria, DHL oder im israelischen Tourismusministerium.

Wer jetzt gerade sein Abitur macht und sich für ein Studium an der Lauder Business School in Wien interessiert, sollte sich schnellstmöglich für das kommende Wintersemester 2012/13 bewerben, da in wenigen Wochen Bewerbungsschluss ist. Weitere Informationen über das Anmeldeverfahren finden sich im Internet.

http://lauderbusinessschool.com/

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The amazing story of Marko Feingold

When I asked Marko ‘Max-Mordechai’ Feingold, the President of the Jewish Community in Salzburg, about his feelings after lying a “Stolperstein” carrying the name of another Nazi-victim, the old man just put his hands on the left chest, as saying: “my heart stops beating for a moment”. This was the 150th time his heart lacked this very heartbeat since he initiated the project in his hometown in 2005. Not the healthiest thing to do when you are a Holocaust survivor and you approach the age of 99. But Feingold does not care.

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Everlasting Now – Die Heiligkeit des Augenblicks und die Freiheit

Viele Menschen haben den Eindruck, dass das Judentum eine Religion ist, die die Vergangenheit auf Kosten der Gegenwart und Zukunft überbewertet. Das Vorurteil sieht überall Tradition und Gesetzestreue. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele spirituell-interessierte Juden auf der Suche die entscheidende Erfahrung – also die Erkenntnis der immerwährenden Gegenwart – eher in fernöstlichen Meditationen finden als in einem Gefilten Fisch.

Da ich immer versuche ehrlich und authentisch zu sein, werde ich jetzt nicht apologetisch erklären, dass man Erleuchtungen dieser Art in den heutigen jüdischen Gemeinden in Deutschland findet. Geht lieber zum Yoga als in eine Synagoge in Buxtehude! Trotzdem will ich heute mal kurz erläutern, warum gerade das Judentum es versteht den Moment zu heiligen oder zumindest es aktiv zu versuchen, und nicht nur ein zart-resignierendes „Oh Augenblick, verweile doch“ in die Atmosphäre flüstert. Vor ein paar Tagen endete Pessach, der achttägige Feiertag der Befreiung aus der Sklaverei. Aber dieses Freiheitsmotiv, die Essenz von Pessach, gilt nicht nur acht sondern 365 Tage 24/7. Das gesamte Judentum ist eine Künstlergruppe, die den Auszug aus Ägypten immerwährend nachstellt. Täglich ist das Gedenken an den Auszug Teil der Pflichtgebete und auch der Shabbat hat zwei Wurzeln – die Erschaffung der Welt UND den Auszug aus Ägypten. Wie ist dies zu verstehen? READ MORE

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Jon Stewart is the new Moses!

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Pessach Sameach!

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NACHDENKEN ÜBER AHASVER (3)

ANTWORTMASCHINE AHASVER

1.
Die Fragen sind verbraucht wie die Tage,
nur Antworten wandern noch hin und her.
Diese Spuren verwehen: ich trage
jede Last der Erde nur allzu schwer.

Sie drückt die Füße in den weissen Staub,
der Nacken krumm geht unter diesem Joch,
die Stürme der Wut machen mich halb taub,
Flehen und Beten hält die Sinne hoch.

2.
Aus Jerusalem sollte ich kommen,
verflucht bis an das Ende jeder Zeit.
Die Wahrheit ist, ich bin aus Überall,
geboren im Zorn, gewachsen im Hass.

Sie sahen mich in allem und jedem,
in jedem Flehen um die Erlösung,
sie glaubten, ich bäte nur noch darum,
und Furcht stand ihnen in dem kleinen Geist.

3.
Ich wurde geschmäht, geplündert und
geprügelt, gescholten und verjagt,
wie einen verdreckten und lahmen Hund
ließen sie mich sterben, wie vorausgesagt.

Doch es brachte ihnen keinen Frieden,
mir nicht mehr, denn das Sterben ist zu leicht,
bei ‘Asche zu Asche’ ist es geblieben,
mehr haben sie niemals wieder erreicht.

4.
Und so gehe ich noch immer auf der Welt,
bin in jedem von uns wach und stark und schön.
Kämpf nicht mit mir, Schwester, nimm mich an,
Bruder, leg mich in dich wie einen Schatz.

Solange dein Atem geht von einem Ende
zum nächsten, solange dein Blick
sich nicht trübt, solange halte mich
in dir und ich lege dich in meine Hände.

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