Mein Opa Jewrhythmics
Mein Opa Boris war nicht nur ein passionierter Musikliebhaber, er hatte einen ganz ausgefallenen Musikgeschmack. Heute würde man dafür bestimmt ein anderes Wort verwenden – eklektisch, oder vielleicht exzentrisch. Als ich vierzehn war und auf Beatles, Rolling Stones und Led Zeppelin stand, fand ich seine Musik scheiße, mit vier oder fünf jedoch zog ich mir alles rein, was er mir damals vorspielte.
Opa besaß ein schickes japanisches Tonbandgerät und dazu eine ganze Menge Kassetten. Leere Kassetten waren bei uns in der Ukraine Anfang der Achtziger Jahre schwer zu kriegen, deswegen musste man damit besonders sparsam umgehen. Und so hat mein Opa nie ein ganzes Album übergespielt, sondern immer nur eine Auswahl seiner Lieblingstitel. Auf
einer Kassette konnte man dann ein altes Tango, ein Paar jiddische Klassiker, einen russischen Knast-Chanson und ein auf einer Hammond-Orgel gespieltes Medley aus den alten Hits hören. Zu diesen Zeiten war Disco der letzte Schrei, und der Opa Boris mochte den Sound auch. Dschinghis Khan und Boney M, sie fand er klasse. Aber seine Favoriten waren die Italiener – Ricchi e Poveri, Pupo, Adriano Celentano, Toto Cutugno… Ihre Songs, zwischen den Barry Sisters und Dudu Fischer, sind seitdem irgendwo in meinem Kopf für immer gespeichert.
Würde mein Opa noch leben, hätte ich ihn am kommenden Montag nach Berlin eingeladen, und zwar zum Konzert von Jewrhythmics – die einzige Band, die ich kenne (und glaubt mir, ich hab einige gehört!), die die Vorlieben meines Großvaters in ihrer Musik vereint hat – Italo Disco und Hava Nagila! In manchen Besprechungen behaupten die Kritiker, es wäre ein ganz dekadenter, absolut eigenartiger Mix…. Es stimmt zwar, aber wenn mein Opa alle diese Synthesizer hätte, würde er die gleiche Mucke spielen, ich schwöre es! Da er an dem Abend jedoch nicht teilnehmen kann, werde ich die Familie der Musikexzentriker vertreten.
Und wenn ihr auch gerade in Berlin seid, dann kommt und tanzt mit!
Portrait of the Dream as an un-controlled Prayer and the Prayer as a controlled Dream

Remember Jakob´s Dream of the heaven´s ladder? He came to the place, which would later be called Bethel and slept there and dreamt of a ladder that connects heaven and earth with angels going up and down on it.
The previous Lubavitscher Rebbe said that this ladder symbolizes prayer in our contemporary world. Prayer connects our soul like a ladder with the Divine.
So now one could say that this is not fair, in biblical times they were allowed to have divine dreams in which G-d spoke to them, they had a sea that God would split for Moses and all of those other miracles, and the only thing we can do now is pray, without any direct contact? How unromantic!
I would like to discuss how I interpret the words of the Rebbe, and present to you an idea that came to my mind – that a dream can be an un-controlled prayer, and a prayer can be a controlled dream.
In order to explain this, I first would like to tell you a story about the Baal Shem Tov that I found in a book of Elie Wiesel.
“BEI MIR BIST DU SCHEJN”- the album is coming soon! May 2012
Shalom Haters: Israeli/North African MC SHI 360 IS BACK!
Israeli/North African MC SHI 360 releases “Shalom Haters” video which received over 30,000 unique views in one week and debuted on Vibe Magazine’s All Hip Hop site. This Platinum artist from Israel, has toured all over the world with acts from Subliminal to Killah Priest. The video shares a title with SHI 360′s full length break out English record, ‘Shalom Haters’ which hit stores world-wide today’s on Shemspeed/360 Music Records.
SHI 360 is anything but your typical hip hop artist. With the credo “Don’t be afraid to think,” SHI 360 combines deft rhymes and fresh, genre-shifting beats with bold social and political messages that spread harmony and peace worldwide. His newest album, “Shalom Haters”, arrives on the global hip hop scene at a time when the media has been astoundingly silent in response to recent rocket attacks on Israeli civilians.
Much of the records songs are a desperate plea for truth in media reporting as well as a cry to stop the seemingly endless violence in the Middle East. The record is a mix of various hip hop styles including American underground and Israeli club. The album’s lead single, “Forgive & Forget” reaffirms both sides’ shared human suffering, acknowledging “I see your pain/I know you see my pain” and urges people to rise up against media-perpetuated lies – “How do you think/The cameraman is close to the fire? The work is for hire/Showing what they want to inspire.”
SHI 360’s hard-hitting lyrics are balanced by a piano-driven beats and guest features from global emcees including the much anticipated return of one of Israel’s most celebrated rapper, Booskills. Booskills is responsible for the biggest Israeli club hits through his collaborative work with Subliminal. Surrounded by controversy, Booskills highly anticipated album, “Two Worlds” was never released which left the Israeli market waiting for more from this talented artist. Booskills feature on SHI 360′s “Shalom Haters” title track has been a long time coming and finally puts an end to a 7 year wait
Bringing information strikingly missing from today’s headlines to the forefront of attention, “Shalom Haters” challenges media consumers to reassess what they’re being told and instead to focus on our shared goal to “build a stronger tomorrow” and to finally “put our hands out, and our arms down.”
SHI 360 has sold platinum records in his collaboration with rapper Subliminal and TACT. Significantly influencing the modern Israeli hip hop scene, his appeal is international. His collaboration with the TACT All-Stars album was a ground-breaking, commercial triumph that captivated Israel’s music world, selling gold in its first day of release – making music history in Israel.
WATCH THE VIDEO, GET THE SINGLE AND BUY THE ALBUM DIRECT AT www.shemspeed.com/shalom
Zu Besuch bei Yair Lapid

Vor gut zwei Wochen hat Channel 2-Anchorman Yair Lapid seinen Einstieg in die israelische Politik erklärt. Dies habe ich mal zum Anlaß genommen, eine Begebenheit aus dem Jahr 2009 herauszukramen, die bislang nur in einer mittlerweile untergegangenen österreichisch-israelischen Flughafenzeitschrift veröffentlicht war.
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Eigentlich sollte ich mich bei Donald Bostrom bedanken. Bostrom ist der schwedische Journalist, der vor ein paar Monaten einen tiefen Riss im israelisch-schwedischen Verhältnis verursacht hatte. In der Zeitung „Aftonbladet“ hatte er seinen berühmt berüchtigten Artikel veröffentlicht, in dem er die israelische Armee des Organraubs an Palästinensern beschuldigte. Ein Aufschrei ging durch die jüdische Welt, die sich an die finstersten antisemitischen Verschwörungstheorien und Ritualmordlegenden erinnert fühlte.
Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, warum ich mich denn bei so einem Menschen bedanken sollte, richtig? Wenn Bostrom seinen Artikel nicht veröffentlicht hätte, dann wäre ich als europäischer Journalist wohl nie vom israelischen Fernsehjournalisten Yair Lapid zu einer Gesprächsrunde in Tel Aviv über Antisemitismus in Schweden und Europa mit viel Vodka und orientalischen Süßspeisen eingeladen worden. Lapid ist der Sohn des verstorbenen Politikers und Shinui-Gründers Tomy Lapid und der Autorin Shulamit Lapid. Er selbst ist als Journalist, Schriftsteller und Moderator eine der schillerndsten Figuren innerhalb der israelischen Medienwelt. Da ich kein Hebräisch spreche und noch nie seine Talk Show auf Arutz 2 gesehen habe, wusste ich nicht so recht was mich an diesem Abend erwarten würde. Ich war Teil einer Gruppe von hauptsächlich nicht-jüdischen schwedischen Journalisten. Es war der Abend eines langen Tages, wir waren tagsüber in Sderot gewesen und waren alle schon etwas müde und daher sehr dankbar, dass das Treffen mit Lapid eher locker war und wir uns alle erstmal zwei, drei Drinks gönnen durften, bevor die Gesprächsrunde begann.
In Lapid´s Augen ist Bostrom ein Antisemit, der nicht weiß, dass er ein Antisemit ist und zwar, weil er diese Geschichte mit dem Organraub, die er offenbar von Lügnern erzählt bekam und als angeblich neutraler Journalist nur weitererzählte, überhaupt für möglich hält. Wie kommt es, fragt sich Lapid, dass ein schwedischer Journalist im 21.Jahrhundert den jüdischen Staat, die einzige Demokratie im Nahen Osten, zu so einer Barbarei fähig hält? Bostrom verstehe einfach nicht, wie die Presse in Zeiten des Krieges als Propagandawaffe mißbraucht wird. Das besonders perfide an dieser Lüge sei, dass sie einfachen Palästinersern aus einem ganz anderen Grund glaubwürdig erscheinen kann. Und zwar sende Israel, um internationalen Druck zu vermeiden, jeden durch IDF-Feuer getöteten Soldaten zu einer Obduktion. Es sei Teil der demokratischen Kultur und Wahrheitssuche. Wenn nun die Angehörigen die Körper zur Bestattung erhalten, seien logischerweise Nähte und Markierungen auf den Körpern sichtbar. Wenn nun ein Journalist aus dem weit entfernten Schweden der Welt solch eine Geschichte erzähle, gieße er laut Lapid Öl ins Feuer des Konflikt und heize das Mißtrauen der Palästinenser gegenüber Israel weiter an. Die gutwillige israelische Maßnahme der Obduktion werde bösartig ins Gegenteil verdreht.
Sex And Kabbalah (Part II). Does Love Need Tools?

Being usually told by gentiles, jokes, legends and fairy-tales about what’s going on in Jewish bedroom on Friday night, nowadays are enthusiastically told by Jews themselves! Who haven’t heard at least once a life-time a well-known legend about Jews having sex through a sheet-hole?
Sexual life of Jews was always something hidden, surrounded by a mystical veil. And indeed, divorce is not that common in traditional Jewish families. Why? In the previous part of Sex & Kabbalah article we partly investigated the question and came to the conclusion that the main reason of sexual pleasure fading away is neglecting the spiritual part of relations. “When our connection to this unseen spiritual force of light is severed, our sexual desires are unquenchable, we are looking elsewhere for the sparks of light, recapturing pleasure: pornography, adultery, three-way sex, chemical stimulators so on.”
The Kabbalah Book Of Sex Or Getting To The Orgasm Which “Knocks Your Socks Off”!

“Oh, come on!! Are you gonna teach me (a splendidly experienced guy of 28 years old) how to behave in bed?”, - it was a remark of one of my friend when several months ago I tried to talk to him about relations. It happened after coming back from a marvellous lecture about kosher sex organized by a conservative rabbi in Stockholm.
Frankly speaking, I was a little bit shocked by the question. Is it really so, that nowadays the first idea coming into mind at mentioning of sex is the technical part of the process? Is THAT ALL about it?? Three-four partners sex, sex under drug influence, pornography, sex toys and other sexual perversions. The humanity have tried all of the known body simulators in order to return the novelty of sensations, to reach the divine sexual pick, one had never experienced. And still it’s not enough. Because when the next doze of amphetamine is over, or the endless quantity of gorgeous chicks seizes to excite you, then nobody will help you to restore this blankness in your soul. So maybe the humanity have been looking for the pleasure in the wrong direction? Maybe it’s high time to approach the spiritual part of sex relations?
The Album is coming soon! Our way to be HAVANAGILA.. feat. BEN SALOMO Shavua Tov, Chaverim!
NACHDENKEN ÜBER AHASVER (1)
Der Mythos, der durch seine bloße Existenz seit 2000 Jahren für Inspiration sorgt – gute manchmal, und oft auch schlechte: die Ausgeburt kranker Hirne sorgte für “Der ewige Jude”, ein Film, der im sogenannten ‘Dritten Reich’ den Holocaust propagandistisch vorbereiten sollte und in dem der ‘ewig wandernde Jude’ mit einer Schar Ratten verglichen wird. Im großartigen Roman Stefan Heyms wird die mysthische Figur des Ahasver zum Vehikel, die Zeiten von Diktatur – in wessen Namen auch immer dort Tyrannei stattfindet – zu geißeln. Ahasver ist Gegenstand von Fresken, Bildern, Predigten christlicher Priester, Vorlage für Opern und Forschungsobjekt von Dissertationen der Religionswissenschaft.
In den Büchern ‘Esra’, ‘Daniel’ und ‘Esther’ taucht Ahasver auf und in einem der sogenannten Apokryphen – das Buch ‘Tobit’ (Tobias) wird auf die Figur Bezug genommen. Das, womit wir heute allerdings den Stoff, den Namen “Ahasverus” verbinden ist geprägt von der Nazipropaganda – zu unrecht.
Hat sich nicht tatsächlich dieses Schicksal erfüllt, ein rastlos durch die Welt streifender Mensch zu sein?
Sind wir in der Diaspora nicht alle die Nachkommen von Ahasver? Und nicht nur für die Nachgeborenen scheint das zuzutreffen, sondern auch für die Vorfahren.
Ist “Ahasver” nicht einfach eine Allegorie auf dieses Schicksal, angefangen vom ‘Irrweg’ durch den Sinai, weiter über die Wanderung der Essener und schließlich die bis heute anhaltende Diaspora? Und ist es nicht eine unserer sozialhistorischen Wurzeln, Wanderer, Nomaden zu sein?
Manchmal mutet es in einer immer globalisierteren Welt anachronistisch an, wenn der Ruf immer wieder in uns klingt, ‘nach Hause’ zu kommen, also die Wanderschaft zu beenden. Und trotzdem hören wir diesen Ruf und er ist allgegenwärtig – ob wir wollen oder nicht. Die Bewusstheit für dieses ‘ewigen Rufen’ scheint mir aber nicht nur eine Prüfung zu sein, sondern immer auch eine ‘Gnade’. Wir dürfen damit immer die ‘Heimat’ verbinden und tragen sie dadurch stets in uns, wo auch immer wir uns gerade befinden.
Und nicht nur in unserem Bewusstsein, sondern auch in dem, unserer Freunde, Kollegen und Bekannten ist es wie eingebrannt und gebiert manchmal auch unterschwelligen Antisemitismus. Wie sonst ist es zu erklären, dass ich plötzlich in eine Position der Rechtfertigungsnot versetzt werde, wenn die israelische Regierung irgendwelche für die Welt und oft auch für mich unverständlichen Entscheidungen trifft. Warum muss ich mich rechtfertigen, wenn Moshe Katzav wegen sexueller Belästigung angeprangert wird?
“Was ist denn mit deinem Präsidenten los?”
Diese Fragen schließen mich aus dieser bundesdeutschen Gesellschaft gedanklich aus, denn es ist eben nicht mein Präsident, sondern der Präsident Israels.
In Zeiten einer gesellschaftlichen Dunkelheit, in Zeiten der persönlichen Verwirrnis, des Kummers und der Trauer wie in Zeiten der Freude ist die fast schon ‘genetische’ Sehnsucht nach Wanderung präsent.
Welche Bedeutung hat das für unser Zusammenleben in Deutschland? Meiner Meinung nach gibt es mehrere Aspekte dieser Frage: sozialpsychologische, politische und religiöse.
(wird forgesetzt)
Pomegranate of commandments by Alisa Poplavskaya

From the religious point of view the Torah is the most ancient and holy book in history. I am interested in symbols in Jewish texts, mostly in texts of Torah, Zohar and Midrashim. Symbols are an embodiment of deep sense from the times of the creation of the world on. «Symbolism is as old as the human consciousness in general».
In my paintings I am illuminating my vision and interpretation of Jewish symbols in an abstract way.
Alisa Poplavskaya